Heinz Kurt Rintelen

Soeben ist Band 2 von 3 Werkschauen erschienen:

“WortBruch”
FV-Verlag, Lübeck
4.40 € zu bestellen beim Autor



Es hat lange gebraucht - und was lange braucht, wird bekanntlich gut. Es wurde gedruckt, ausgeliefert und kann nun beim Autor bestellt werden. Es ist viel mehr wert als die Editions-typischen 4,40 Euro, denn es ist wie die zweite Lebenswerkschau eines Ausnahmelyrikers, den es eben auszeichnet, eine Ausnahme zu sein. Und genauso wie alle ist Kurt viel zu bescheiden, für etwas Besonderes zu werben, deshalb übernehme ich es hier als Verleger an seiner Stelle.

Es gibt AutorInnen, die sich nach einer Erstveröffentlichung nicht mehr steigern können - auch viele namhafte, bekannte AutorInnen -  doch was Kurt betrifft, so straft er diese Erwartungshaltung Lügen. Sein zweiter Band ist definitiv eine Steigerung, und vielleicht bereut er es jetzt, in jungen Jahren Fotograf und nicht gleich Autor geworden zu sein. Ich denke jedoch, dass seine Schrift mit der Lebenserfahrung reifen musste; und die Bilder einfach dazu gehören, um das Ganze wie schon im ersten Band rund zu machen. Es ist ein gutes Brevier und sollte in keinem Bücherregal fehlen.

November 15th, 2009 Posted in Publikationen Keine Kommentare

Monika Kafka


„im grüngefädelten licht“


der Textband der Münchener Autorin ist vierzehn Tage nach Ausverkauf der Erstauflage nun wieder in jeder Stückzahl im Buchhandel und beim Verlag TD Textdesign erhältlich

“Mein zweigeteiltes Herz
schlägt lyrisch -
zwischen dem Land
jenseits der Wälder
und der Metropole an der Isar
pulst Heimat mir
in der Welt der Metaphern”


mit diesen Sätzen nimmt uns die in Sibiu (für die Deutschen Hermannstadt) aufgewachsene, deutsch-rumänische Schriftstellerin Monika Kafka (geborene „Vandori“) in ihrem Buch „im grüngefädelten licht“ mit behutsamen Griff bei der Hand – führt uns in die Zeit und das Land ihrer Großeltern, lässt uns den Duft des Harzes in den Wäldern riechen, den Blick über Täler und Bergketten streicheln - ihre Silben der Erinnerung in unseren Köpfen wunderbare Blumen schaffen.
Es wird deutlich, dass an den Stätten ihrer Kindheit die Uhren nicht die Zeit messen, sondern die Ewigkeit

Jedoch auch hier und jetzt, mit kritischem Blick, stellt sich die Poetin in der, in diesen Wochen in dem bayerischen Verlag „TD Textdesign“ erschienenen Lyrik-Prosa Sammlung, der unmittelbaren Gegenwart.
„im grüngefädelten licht“ - der Titel des Werkes - lässt die Struktur des Inhaltes ahnen. Nicht nur eine im grüngefädelten licht schimmernde Reminiszenz an die alte Heimat, die Kindheit und Jugend ist es, vielmehr ebenso eine nachtblaue Reise aus der Stadt an der Isar - nicht nur gen Wien und Venedig, nein weiter, in jeder Couleur leuchtend, vor die Jahreszeiten, perlend in der Zeit, hin zu blühender Lindenfülle.
Die Gedankenfarben der Zeilen ein Kaleidoskop des Lebens.
Da werden Bilder gemalt, ineinander verfließende Aquarelltöne der Sehnsucht und Melancholie, Mahagoniworte im Zwischenflüstern.
Der goldene Freibrief einer Dichterseele entsteht mit vehementer, feinfühlig angewandter Kraft vor unseren staunenden Seelen, wir dürfen uns von einem zarten Hauch traumbenetzter, pulsierender Wortsinnlichkeit umgarnen lassen.

Monika Kafka ist 1960 geboren, die Autorin lebt seit 1981 in München.
Nach dem Studium der Germanistik und Romanistik machte sie ihre Neigung, die wohl, gleich einer silbern schillernden Rose, von ihrer Großmutter, der bekannten Malerin und Bildhauerin Trude Vandory, zärtlich gehegt und gepflegt worden ist, zum Beruf, - arbeitet nun als Autorin und Buchhändlerin.

Das Buch “im grüngefädelten licht” ist unter der ISBN 978-3-9811962-6-9 zum Preis von 11,90 Euro in jedem Buchgeschäft zu bestellen
In Münchens imposantester Buchhandlung „Hugendubel am Stachus“ liegt das Werk im Lyrik - Regal.
Bestellungen am Einfachsten direkt über den

Verlag TD Textdesign
Alter Holzgarten 1
D- 85435 Erding

Mailadresse: TDTextdesign@aol.com
Tel. + Fax (49) 08122 18553 Mobil: 017626006457


November 15th, 2009 Posted in Publikationen Keine Kommentare

dunkle anziehung

ich reklamiere sorgsam
meine sorgen für mich

schneide mir kantige
löcher in die stirne

spüre träge meine
knochenlosen glieder

krieche hinab in mein bett
bin längst schattengast

ewig ein notfall
eine erfolglose aufgabe

verschone mich
mit deinem fruchttee

veredit©Isabella Kramer 09

August 13th, 2009 Posted in Autorentexte, Isabella Kramer Keine Kommentare

Wintermond


So splittert

die Zeit

golden
im Reigen

der Erinnerung
spiegelt
sich
Kaleidoskop
zerbrochenes Glas

im Wintermond

der Ewigkeit

Juli 21st, 2009 Posted in Autorentexte, Thom Delissen Keine Kommentare

Das Größte

Unerfüllte Liebe steht porzellanen überall umher,
unangreifbar ist das heiße Sehnen,
nichts auf dieser Welt begehrt man mehr.

Tage wie Nächte voll von Stöhnen.
Beschriebenes Papier mit zarten Poesien.
Auf Bildern Fantasien der einzig Schönen.
Und komponieren zauberhafter Melodien.

Derweil die Künstler winden sich in Qualen
und lechzen nach dem ewiggleichen Traum,
sofern die Nähe nur im Schreiben und dem Malen,
denn wären sie pötzlich im selben Raum,

endlich aus Fleisch und könnte man sich reiben,
würde die Liebe dann weiterhin besteh’n?
Die Leidenschaft und Wahnsinn immer bleiben?
Nein. Sie wird im Miteinandersein simpel: Vergeh’n.

(©) Elsa Rieger

Juni 23rd, 2009 Posted in Autorentexte, Elsa Rieger Keine Kommentare

*rhythmusstörung*

du lehnst an der herzwand

durch meine adern ebbt
dein lachen
im rhythmus des scherbentons

kammert sich linksseitig ein

immer nur nachts und immer
am rande

lachen meine träume
taktlos
© Monika Kafka, 2009

Mai 12th, 2009 Posted in Autorentexte, Monika Kafka Keine Kommentare

Zeitreise

Senator Bill Cliffhanger spürte seine typische Überarbeitungs-Migräne wie einen Schraubstock um die Stirn, er stöhnte vernehmlich und das war
für seine Wahlmanagerin Monica Delete das Zeichen, die Besprechung in der Konferenzkabine der Lockhead JetStar unauffällig auslaufen zu lassen.

Der Senator drängte sich an ihr vorbei und griff - verdeckt von seinem Körper – kurz und hart zwischen ihre Oberschenkel.

Sie seufzte, dieser geile Bock würde sie mit Sicherheit die restliche Zeit bis zur Landung in Wisconsin noch in jedem Abteil der Lockhaed unter dem Vorwand durchvögeln, dass nur harter Sex ihn von seiner Migräne befreien könne.

Nicht einmal in der Bordküche hatte er sie unbehelligt gelassen und sie spürte jetzt noch die Metallbügel der Besteckschublade schmerzhaft in ihrer Kehrseite.

Ein Entkommen gabs aber wohl nicht, er musste, koste es was es wolle, bei Laune gehalten werden, das war ihr Auftrag und sie hasste diesen Teil ihres politischen Einsatzes.

Diesmal würde es besonders unangenehm werden.
Die Vorschläge und Strategien des mitreisenden Beraterteams hatte ihn immer ungeduldiger gemacht.
Sein Ego ließ es ohnehin nicht zu, Ratschläge zur Imagepflege anzunehmen.

Sie wusste, er würde jetzt seinen Zorn, sich dennoch den Erwartungen der Wähler anpassen zu müssen, brutal an ihr abreagieren.

Schwein verdammtes, murmelte sie zwischen den Zähnen, wohl wissend, dass sie trotzdem - wie schon so oft vorher - zu seiner Verfügung stehen würde.
Sein Sieg bei der Präsidentenwahl würde auch ihrer sein und ihre erste Amtshandlung als Senatorin darin bestehen, sich eine willige Sekretärin zuzulegen, mit der sie diese zwei Jahre als Polithure vergessen konnte.

Sie betrat verführerisch lächelnd sein Privatabteil.

Er saß völlig abwesend in dem breiten Sessel, den Reißverschluss der Hose schon halb geöffnet als wolle er nicht viel Zeit mit ihr verlieren, schien sie aber gar nicht zu sehen.

Er starrte auf den Sitz gegenüber und sagte:
” Wer sind Sie, was haben Sie hier zu suchen?”

Und dann lauter: ” Sicherheitsbeamter, hierher.”

Von außen wurde die Abteiltür aufgerissen und Luc, der Sicherheitsbeamte, stürmte mit gezogener Pistole in den Raum.

Ratlos blieb er stehen und sah Monica fragend an.

“Nun machen sie schon, raus mit dem Frauenzimmer hier, wie kann das nur passieren, wer ist dieses Weib denn”, der Senator schien außer sich zu sein.

Achselzuckend bedeutete Luc der wie erstarrt dastehenden Monica, das Abteil zu verlassen.

” Doch nicht Miss Delete Du hirnrissiger Idiot”, schrie der Senator, diese Person hier ist gemeint, schmeiß sie raus”.

” Wen Sir?” Der Sicherheitsbeamte sah aus, als sei er in den falschen Film geraten.

Bill Cliffhanger verstummte und sah aufmerksam zu dem leeren Sitz hinüber.

Plötzlich wandte er sich an Monica und sagte hastig,
” Raus hier, alle beide, schnell, schnell.”

Kopfschüttelnd steckte Luc seine Pistole wieder ins Halfter und verließ mit Monica das Abteil.

” Was war denn los?” Einer der mitreisenden Journalisten stand neugierig vor der Abteiltür und versuchte ins Innere zu spähen.

” Nichts, gar nichts, der Senator ist etwas überarbeitet”.
Monica war nicht gesonnen etwas zu erklären, das sie selbst nicht begriff.

Der Journalist grinste: ” Mir scheint, unser kommender Präsident gehört zu der Sorte, die sich einbildet, dass seine grauen Zellen erst ab einem gewissen Pegel Bemerkenswertes leisten.
Es soll ja Leute geben, die in diesem Zustand glauben, es bedürfe nur noch eines geringen Anstoßes und sie sind fähig, vor einer Fachversammlung der Mathematiker die Relativitätstheorie zu entschlüsseln,
oder ebenso kompetent die Erschaffung des Universums zu diskutieren.”

Er warf sich belustigt wieder in seinen Sitz, ließ Monica aber nicht aus den Augen und sie wusste, dieser Scheißkerl würde in seinem nächsten Artikel
anklingen lassen, dass Cliffhanger ein Alkoholproblem hatte.

Sie würde diesem Schmierfinken…..ehe sie den Gedanken zu Ende brachte, tönte die laute Stimme des Senators durch die Tür, seine Worte blieben
unverständlich, aber der Tonfall drückte tiefes Entsetzen aus.

Ehe Monica reagieren konnte, wurde die Kabinentür aufgerissen.

Cliffhanger sah das inzwischen vor seiner Tür versammelte Team mit rot unterlaufenen Augen an und stürmte dann ohne ein Wort an allen
vorbei ins Cockpit des Jet.

Der Pilot wandte sich überrascht und leicht unwillig auf seinem Sitz um, als der Senator hinter ihm auftauchte.

” Was kann ich für sie tun Sir?”

Sie müssen die Elektrik überprüfen lassen, es gibt einen Fehler im System, der linke Motor wird in Brand geraten, wenn Sie versuchen zu landen”.

Der Pilot schaltete auf Automatik und stand auf.

” Ich bin sicher Sir, dass die Elektrik völlig in Ordnung ist, etwaige Fehlfunktionen würde ich an den Armaturen sehen”, er fasste den Senator beruhigend am Ärmel.

Doch der riss sich los und schrie, ” Sie haben nur noch wenige Minuten Zeit Sie Ignorant, dann ist es zu spät, aber der Teufel soll mich holen, wenn ich meine Zeit damit verschwende, Euch subalternes Gesindel von den Tatsachen zu überzeugen, fahrt doch alle zur Hölle, ich werde” …er beendete den Satz nicht, sondern eilte durch den Kabinengang zurück in sein Privatabteil.
Ehe er die Tür heftig ins Schloss feuern konnte, fing Monica sie auf und schlüpfte hinter ihm hinein.

Er fuhr auf dem Absatz herum.

” Sags erst gar nicht, ich wills nicht hören.
Du siehst sie nicht oder?”

“Wen denn um Himmelswillen, ich sehe hier nur Dich und mich und ich denke, ich kann für Dein sonderbares Benehmen eine Erklärung erwarten, wie willst Du Deine irrationalen Handlungen denn vor dem Team und den Journalisten rechtfertigen, Du hast Dich da draußen soeben um Kopf und Kragen geredet”.

Er fasste sie hart an beiden Armen und stieß sie fast auf einen der Sitze.

“Es ist mir völlig egal, was die denken, sie werden nicht mehr lange genug leben, um irgendwelche Gerüchte über meine geistige Verwirrung oder Drogenkonsum in die Welt zu setzen. Hier geht es um alles. Ich muss, koste es was es wolle, Präsident werden, oder dieses Land erstickt in Korruption und Unmoral, ich bin der Einzige, der das verhindern kann.”

Monica lächelte mit hochgezogenen Augenbrauen, seine maßlose Selbstüberschätzung war ihr zwar bekannt, aber mit dieser Deutlichkeit hatte er sie bisher nicht ausgesprochen.

“Grinse nicht Du blöde Gans, ohne mich wird unser Land zum Schlußlicht jeder Entwicklung werden, wenn mein Gegner Präsident wird, dann wird die Technik
der Raum-Erkundung stagnieren , es wird niemals Zeitreisen geben und deshalb ist sie hier.”

Monica erschrak, er war ernstlich gestört.

Sie antwortete nicht, sondern sah ihn nur gespannt an.

Er fasste ihren Kopf mit beiden Händen und riss ihn rauh zu Seite.
“Da, da, saß sie noch vor ein paar Sekunden, behauptet, eine Zeitreisende zu sein.
Sie sagt, dass außer mir niemand sie sehen und hören kann und ich kanns auch nur, weil ich ihr einziges Ass im Ärmel bin.

Ich * m u s s * überleben um jeden Preis, ich bin die Rettung, der Messias wenn man so will”, er schüttelte sie heftig.

” Ich werde einen hervorragenden Platz in der amerikanischen, nein in der Weltgeschichte einnehmen, mein Name wird den jedes brillanten Geistes der Vergangenheit und Gegenwart überstrahlen.”

Als er Monicas ungläubiges Gesicht sah, stieß er sie wütend zurück.
“Du Schlampe begreifst also auch nichts, scher Dich raus Du Hohlhirn, ich kann Dich auf meinem glorreichen Weg ohnehin nicht brauchen.”
Seine Augen flackerten wild, er reckte sein massiges Kinn empor und nahm für Sekunden die Haltung eines Standbildes an.

Endlich fand Monica ihre Sprache wieder.

” Nach Deiner Vorstellung da draußen wirst Du gar nichts mehr werden,” sagte sie zornig und konnte eine gewisse Genugtuung in ihrer Stimme nicht verbergen.
” Ich würde Dir raten, Dich aufs Ohr zu legen und Deinen LSD Konsum einzuschränken, sonst werden Deine Ausfälle nicht mehr nur dem kleinen Kreis von Leuten bekannt bleiben, die alle daran interessiert sind, Dich abzuschirmen.”

Blitzschnell duckte sie sich, sodass der gefüllte Aschenbecher, den er als Wurfgeschoß benutzte, ihren Kopf um Haaresbreite verfehlte.

Eilig verließ sie die Kabine und er schrie hinter ihr her,
” das war Deine letzte Amtshandlung Du Hure,
in einigen Minuten wirst Du ohnehin Asche sein.”

” Nenn mich Amber”, sagte eine dunkle Stimme und die dazu gehörende Gestalt materialisierte sich auf dem Sitz neben dem des Senators.

Eine schöne Frau, etwa um die 40, das dunkle Gesicht strahlte Intelligenz und Souveränität aus, ihre Kleidung war futuristisch, farblich eher eine gelungene
Komposition als ein textiler Gebrauchsgegenstand.
Sie war fremdartig, faszinierend der Gesamteindruck.

“Ich erkläre es Dir jetzt zum letzten mal und dann musst Du eine Entscheidung treffen, denn Du hast nur noch 6 Minuten Zeit um zu überleben, dann geht der Pilot in den Landeanflug über und eine der Maschinen wird in Brand geraten.

Ich will, dass Du Dich rettest, weil Du als Person für die Menschheit der Zukunft von unschätzbarem Wert bist.
Mit Dir als Präsident der Vereinigten Staaten beginnt die Zeit der Erneuerung für die gesamte Erde. Gewinnt dagegen Dein Kontrahent die Wahl, kommt jemand an die Macht, der korrupt, dumm und ohne Moral ist.
Er wird die Zukunft so beeinflussen , dass Fortschritt auf allen Gebieten stagnieren wird und mehr als das, er wird neue Technologien immer wieder nur für militärische Zwecke nutzen um seine persönliche Vormachtstellung und die der USA durch Gewalt und Angst zu sichern.

Ich habe Dir vorausgesagt, dass Du den Piloten nicht dazu bringen kannst, die Elektrik zu überprüfen, mit Eueren technischen Möglichkeiten wäre eine
Reparatur während des Fluges auch gar nicht machbar.
Du musst abspringen.
Eine Rettung Deiner Begleitpersonen ist weder möglich noch in unserem Sinn, das würde an der Zeitschiene zuviel verändern.”

Sie schwieg und sah ihn abwartend an.

Man sah , wie geschmeichelt er war, dass seine Person für die Menschheit der Zukunft von derartiger Bedeutung sein sollte.
Sein Gesichtsausdruck wechselte zwischen ungläubiger Verwunderung und lächerlicher Aufgeblasenheit.

Doch dann sagte er mit misstrauisch zusammengekniffenen Augen:
” Und wie soll ich das machen? Niemand springt aus dieser Höhe ab, ohne schon nach den ersten Metern zu ersticken, außerdem kann ich wohl kaum einfach durch die Tür spazieren.”

” Verschaffe Dir die Pistole des Sicherheitsbeamten und schieße auf die Zentralverriegelung der Tür zum hinteren Einstieg.
Die entweichende Luft wird die Tür aus den Angeln reißen und der Weg ist frei für Dich.”

“AHA, wieso sollte ich Dir glauben und ohne die geringste Sicherheitsvorkehrung einfach ins Leere springen?”

Mit einer geschmeidigen Bewegung stand sie auf und sah ihn unverwandt an.
Sie hielt seinen Blick auf eine so intensive Weise fest, dass er sich nicht zu rühren wagte.
Sie war hinreißend schön.
Ihm war, als hätten Hirn und Lenden gleichzeitig die Vision einer Frau geschaffen, die ihm den Atem nahm.
Das tiefschwarze Haar lag wie ein schimmernder Helm um den schmalen, edlen Kopf, in dem schlanken Nacken zu einem lose geschlungenen, schweren Knoten gebunden.
Sie hatte die samtene Haut einer Inka-Göttin, schimmernd in mattem Goldton.
Die Lippen eine Offenbarung, voll und sinnlich, ohne allzu weich zu wirken.
Dieser Mund sah aus, als sei er es gewohnt, Befehle zu erteilen.
Die tiefdunklen, großen Augen tauchten bis auf den Grund seiner Seele.

Er erschauerte.

Sie sprach lange Zeit nicht, sah ihn nur an.

“Gib mir deine Hände!”

Es waren nur vier Worte, keineswegs eine Bitte, und nicht einmal hörbar.
Ein telepathischer Befehl.

Fast willenlos gehorchte er und spürte, einem multiplen Orgasmus gleich, einen Feuersturm durch seinen Körper rasen, als sie ihre langen schlanken
Finger mit den seinen verflocht und damit auf eine so unnachahmlich intime Weise Besitz von ihm ergriff, dass er sein Leben gegeben hätte, diesen Moment auf immer festzuhalten.

“Gehorche meinem Willen, JETZT…wie jedes mal, wenn ich dich rufen werde!”
Ihr telepathischer Befehl durchzuckte sein Gehirn fast peitschenartig.

Sein Hirn schien zu explodieren, er bäumte sich auf, gierig, sich ihr rückhaltlos anzubieten, willfährig bis zur Ekstase.
Sie war überall, in seinem Geist, seiner Seele, und umschloss ihn gnadenlos fordernd, bis jedes Atom seines Körpers sich lustvoll unterwarf.

” Ich werde da sein und Dich auffangen, das ist ein Versprechen”, sagte sie und ihr Bild löste sich langsam auf, wie Nebel in der Morgensonne.

Er zögerte keinen Moment mehr, riss die Kabinentür auf und rief nach Luc.

” Sir” , erwartungsvoll und beflissen sah der Sicherheitsbeamte ihn an.

Mit einem schnellen Griff riss der Senator Luc die Pistole aus dem Halfter, drehte sich um und ehe der Beamte reagieren konnte, feuerte Cliffhanger
mehrere Schüsse auf den hinteren Einstieg ab.

Mit einem gewaltigen Knall entwich die Luft.
Die übrigen Passagiere klammerten sich entsetzt an ihren Sitzen fest.

Bill Cliffhanger sprang mit einem Schrei ins Leere.

Er fiel, und fiel und schrie…..dann wurde sein Fall plötzlich zu einem sanften Absinken.
Der Senator lag in einer wolkenartigen Hängematte,
ihm zur Seite die schöne Amber, die ihn mit tiefer Befriedigung ansah.

“Ich danke Dir,” sagte sie und sah diabolisch schön aus als sie hinzufügte; ” Du hast mit Deinem Opfer die Zeitreisen endgültig sichergestellt und mir die Durchführung meines Auftrages ermöglicht”, sie lächelte.

“Opfer”? Cliffhanger sah verständnislos zu ihr auf.

“Meine Aufgabe war es, Dich auszuschalten.
Der dumme, korrupte und verbrecherische Präsident bist Du Cliffhanger.
Du musstest als Präsident verhindert werden.
Die Zeitreisenden der Zukunft lassen Dir danken ,” sagte sie und das Hologramm der Wolkenmatte löste sich ebenso auf, wie die schöne Amber.

Er stürzte schreiend in die Tiefe.

Die Titelseite  der Washington Post  erschien einen Tag später mit breitem Trauerrand und der Überschrift

*Ist das der Preis für den Kampf um die Macht?*

Zu Wort kamen die Wegbegleiter des Senators, sowie einige bekannte Psychologen, die dem Zusammenhang zwischen Stress-und -Überarbeitungssyndromen einerseits und dem Missbrauch von Alkohol und Medikamenten
andererseits breiten Spielraum einräumten.

In den Forschungszentren der USA - miteinander durch ein Hochfrequenznetz verbunden - erhoben sich die Teilnehmer einer multilateralen Konferenz applaudierend von ihren Sitzen.
Der Beifall galt Professor Altas, einer alten Dame, deren zerfurchtes Gesicht, tiefe Befriedigung ausdrückte.
Der  erste Test einer Willensbeeinflussung durch die Verbindung von Hologramm und telepathischer Suggestion war erfolgreich abgeschlossen.
In der Geschichte der Zeitreisen  würde der Name Cliffhanger weder als Verhinderer noch als Förderer auftauchen.
Ein militärischer Missbrauch würde nicht stattfinden.

Mai 11th, 2009 Posted in Autorentexte, Lieselore Warmeling Keine Kommentare

Werbung

Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten. (Schopenhauer)

Hehres Gedankengut , nur was nützte mir das im Moment?

Ich fühlte mich eher, als habe mich jemand weitab von jeglicher Kommunikationsart im Niemandsland aller Werbetexter ausgesetzt und jeden einigermaßen verwendbaren Einfall gleich mitgenommen

Etwaige, mit mir leidende Schreiberlinge wissen jetzt schon, was mich heimgesucht hat.

Na klar, eine Durststrecke von hier bis Timbuktu, so schien es, und die Aussicht, bis morgen einen einigermaßen verwendbaren “roten Faden” zu finden, an dessen Ende ich mich verzweifelt festklammern könnte, um mich möglichst zielsicher zu einem neuen Superslogan zu hangeln, war ungefähr so wahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto.

Ein Königreich für einen Gedanken! So verwegen, mir eine Geliebte zu wünschen, war ich ja gar nicht, Schopenhauer hin oder her.

Zudem hinkte der Vergleich wohl doch etwas. In der Gegenwart einer potentiellen Geliebten war’s bei mir mit dem Denken eher so bestellt, dass ich mich nach 5 Minuten immer zu fragen begann, wie blöd man denn eigentlich noch sein kann, denn sobald SIE die Szene betrat, schien ich der beste Anwärter für den Oskar in den Sparten “Dümmliches Grinsen” und “jähe Sprachlosigkeit” zu sein.

Warum es mir jedes mal die Sprache verschlug, wenn die Frau meiner augenblicklichen Träume mir hinter dem Tresen der Kantine das Besteck reichte, wusste ich nicht so genau, auf jeden Fall mutierte ich in diesen 5 Sekunden zum absoluten Kretin.

Anstatt täglich Punkt 12.10 Uhr beim Empfang von Messer, Gabel und Löffel aus den zarten Händen der blonden Susanne einen geistreichen Spruch loszulassen, damit sie mich zumindest bemerke, starrte ich sie immer nur an wie ein ausgehungerter Pavian.

Sie übersah mich also, und das seit nunmehr einem halben Jahr.
Na ja, meine Geliebte sollte sie ja erst mal werden.
Mir fehlte einfach nur noch der zündende Aufhänger für eine Werbung, die Susi so beeindruckte, dass sie mir überwältigt in die Arme sank.

Die Sache mit dem vom Flugzeug gezogenen Spruchband “Susi ich liebe Dich” war längst kalter Kaffee, außerdem viel zu teuer.
Ich wäre zwar bereit gewesen, für die schöne Susanne mein letztes Hemd zu opfern, aber ich fürchtete, mit dem wäre der Pilot nicht auf seine Kosten gekommen, und ansonsten war mein Bankkonto zumeist im Zustand permanenter Austrocknung, die Sahara war ein Wasserbett dagegen.

Zu allem Übel aber hatte ich bis morgen eine flotten Werbespruch für einen blödsinnigen Schokoriegel abzuliefern. Nicht, dass je die Aussicht bestanden hätte, der würde dann auch das Produkt kometengleich in den Himmel aller Süssigkeiten katapultieren, weit gefehlt: ich war nur einer der Zulieferer von der Ersatzbank.

Mein Boss pflegte solche Gewinn versprechenden Superaufträge immer auf die gleiche Weise anzugehen: den Text zu dem Spot, der schließlich das Rennen machen würde, schrieb immer unser Vorzeigetexter, der alte Michaelsen - zugegeben, ein Könner, aber kein Genie.

Um aber nicht nur mit einem einzigen Vorschlag bei den hochkarätigen Kunden anzurücken, ließ er uns Möchtegerntexter - O-Ton unseres Brötchengebers - eigene Einfälle abliefern. Manchmal hatten Klemens, Hildchen und ich, die wir zur jungen Garde in der kleinen Werbeagentur gehörten, den Eindruck, mehr als die Füllsel, die ohnehin dem jeweiligen Kunden nur eine überdurchschnittliche Kreativität unserer Agentur vorgaukeln sollten, würden wir drei in diesem Leben wohl nicht beizusteuern haben

Man ließ uns erst gar nicht . Unser Ideenreichtum lag sozusagen brach wie ein nicht bestellter Rübenacker.
Begriffe wie “innovativ” oder “futuristisch” waren ein rotes Tuch für unseren Alten.

Auch ein einzelner Mann kann eine Großmacht sein! Dieser Spruch passte auf unseren Boss wie die Relativitätstheorie zu Einstein.
Er gab vor, und wir spurteten.
Der große Wurf, er würde mir wohl nie gelingen, nicht beim Verkauf von Erzeugnissen der Schokoladenindustrie, und bei Susannchen wohl auch nicht.

Und dann geschah es! Der Einfall des Jahrhunderts wurde geboren - so dachte ich.
Das war’s, das musste es sein, ich würde Susanne, die Traumfrau, mit Literatur erobern!

Ich würde sie regelrecht einwickeln in Liebeszitate der Weltliteratur, jeden Tag ein anderer cooler Spruch, der sie, wie ich fest annahm, schon nach dem nächsten hungern ließ.
Ich würde mein eigener Cyrano de Bergerac sein, meine Liebesschwüre zwar von den großen Dichtern und Denkern schamlos entleihen, aber Derjenige, dem die Holde am Ende in die Arme fallen würde, der wollte ich dann schon selber sein.

Zugegeben, insgeheim hoffte ich, Susanne würde nicht so arg belesen sein, es konnte ja nicht schaden, wenn sie ab und an eine besonders schöne dichterische Komposition mir zuschreiben würde, und aufklären konnte ich sie ja immer noch…oder nicht? Man würde sehen.

Ein kompletter Schlachtplan wurde aufgestellt, und während Klemens und Hildchen sich abrackerten, einen Schokoladenwerbetext nach dem anderen in den Papierkorb zu befördern, hatte ich unsere Zitatensammlung um mich herum aufgebaut und tat so, als sei ich eifrig dabei, einer noch etwas vagen, verkaufsfördernden Eingebung, nachzugehen.

Ich arbeitete angestrengt. Was zuerst nur Impuls und dann Geistesblitz schien, bekam ein höchst standfestes Fundament, und ich wurde immer euphorischer: ich würde Susannes Sprödigkeit durchbrechen, das war Ziel, Sehnsucht und fester Vorsatz.

Hildchen sah mir über die Schulter und las etwas verwundert “Eine Frau, die nicht rätselhaft ist, ist keine.”

“Was brütest Du denn da aus? Wie willst du das denn mit einem Schokoriegel mit dem Namen DESTINY verbinden? Der kreative Schlenker muss dir aber erst mal gelingen, du Traumtänzer!”
Sie fuhr mir verspielt durch die Haare und übersah, dass ich die restlichen Zitate mit meinem Unterarm verdeckte.

Es wäre mir wohl verdammt schwer gefallen, einen Zusammenhang mit unserem Auftrag und solch hinreißenden Worten herzustellen wie:

Liebe ist das einzige, was nicht weniger wird, wenn wir es verschwenden (Ricarda Huch)

Liebe ist die Poesie der Sinne (Balzac)

oder

Küsset dir ein Lüftelein
Wangen oder Hände,
denke dass es Seufzer sein,
die ich zu dir sende.

Na ja, etwas melodramatisch, dieser Vers eines unbekannten Barockdichters, aber den würde ich sozusagen als Fangschuss aufbewahren, nämlich dann, wenn Susanne, bereits hingerissen von meiner doch höchst individuellen Werbung, nur noch eines klitzekleinen Anstoßes bedurfte, mich zu erhören.

Ich musste nur geschickt vorgehen, eine Woche lang Romantik war angesagt, dann durften die Zitate etwas verwegener werden, und wenn die Festung sturmreif schien, würde ich in die Rubrik “Leidenschaft” vordringen und Susanne sozusagen im Sturm erobern.

Überwältigung einer begehrenswerten Frau durch die Kraft des Geistes! Was spielte es schon für eine Rolle, dass es nicht mein Geist sein würde?
Aus diesem Angebot von Sprüchen, die sich seit Jahrhunderten mit Liebe und Leidenschaft beschäftigten, jene herauszupicken, die aus der bisher Unnahbaren eine Frau machten, die mir wie eine reife Frucht in den Schoß fallen sollte, würde auch eine Leistung sein - und zwar meine!

Voller Vorfreude malte ich ein dickes rotes Herz um den Namen Susanne und träumte vor mich hin.
Meine Phantasie - schon immer nicht gerade der Prüderie unterworfen - schwelgte in sinnesfrohen Wachträumen über die Erkundung von Susannes üppigen Formen.
Mit halbgeschlossenen Augen erforschte ich gerade in meiner Vorstellung jeden Zentimeter dieser samtweichen Haut, als ich brutal in den Rücken gestupst wurde:

“Du kleiner Scheißkerl, wir rackern uns hier ab, und du denkst an nichts anderes als daran, diese blöde Tussi möglichst flächendeckend auf die Matratze zu kriegen!”

Hildchen spuckte Gift und Galle.

Erschreckt fuhr ich hoch und versuchte, meinen Schlachtplan zu verdecken, aber es war zu spät: Hildchen hatte mit einem Blick die Situation erkannt, und nun würde mich nichts vor ihrem gnadenlosen Spott retten!
Sie griff über mich hinweg, riss die Zeichenunterlage mit meinem so methodisch ausgetüftelten erotischen Überwältigungsprogramm roh an sich und flüsterte mir ins Ohr:

“Die Hälfte aller Fehler entsteht dort, wo wir denken sollten, wo wir fühlen, und dass wir fühlen sollten, wo wir denken.”

Hildchen flüsterte?

Ausgerechnet sie, die ansonsten keine Gelegenheit vorübergehen ließ, mich verbal zusammen zu scheißen, dass ich buchstäblich auf dem Zahnfleisch ging - ausgerechnet sie sollte in dieser Situation Feingefühl beweisen?
Ich traute dem Braten noch nicht so recht, sie würde mich doch sicher im nächsten Moment vor dem ganzen Büro zur Schnecke machen! Mein Rücken versteifte sich in der Erwartung ihrer unerbittlichen Anzüglichkeiten.

Aber nichts dergleichen geschah, eine kräftige, warme Hand legte sich in meinen Nacken, drückte meinen Kopf sekundenlang liebevoll nach unten

“Werde doch endlich wach, du dummer Junge…”

Hildchen raunte es nur und ging einfach zurück an ihr Zeichenbrett.

Ich warf ihr einen verstohlenen Blick zu, doch sie hatte die volle Unterlippe streng zwischen die Zähne geklemmt. Die dunklen Augen fest auf ihre Unterlagen gerichtet, wippte sie leicht auf und ab, was sie immer tat, wenn ein Problem sie außergewöhnlich beschäftigte .
Das üppige Kraushaar hing ihr verwegen ins Gesicht, und sie pustete die Haarsträhnen ungeduldig zurück.

Hildchen und Feingefühl, ich fasste es nicht! War sie doch ansonsten von uns Dreien das grösste Schandmaul und von einer Bissigkeit, die einem Bullterrier gut angestanden hätte.

Nur langsam löste ich den Blick von ihr, es war gleich Mittagspause und ich gedachte, mit meinem ersten Liebespfeil Susannchen mitten ins Herz zu treffen.

Und dann lief alles ganz anders…

Ich hatte mich, eingeklemmt zwischen Klemens und Hildchen , langsam in der Schlange am Tresen vorgeschoben, und da war sie, die Frau, die mein Gefühlsleben so durcheinander wirbelte, dass mein Blut bei ihrem Anblick die Tendenz entwickelte, sich in den Lenden zu stauen.

Mein Gesicht brannte vor Erregung, mir war nur allzu bewusst, dass ich aussah wie ein gesottener Krebs.

Ich versuchte, ihren Blick zu erhaschen, ihn auf mich zu fixieren, denn ansehen musste sie mich schon, wenn ich meinen Testspruch abließ.
Aber sie schaute unablässig auf den Kasten, aus dem sie jedem der Vorbeigehenden sein Besteck aushändigte.

Ich war dran, beugte mich blitzschnell vor und raunte:
“Wer errötet, fühlt sich schon schuldig.
Die wahre Unschuld schämt sich nicht.”

Scheiße gottverdammte, ich hatte alles verpatzt! Anstatt “Man schämt sich nur wenn man liebt” in die Arena zu schleudern, hatte ich in meiner Hast, ihre Aufmerksamkeit zu erringen, den Rousseau-Vers, den ich zuvor noch als allzu eindeutigen Hinweis auf meinen erhöhten Blutdruck verworfen hatte, abgelassen.

Susannes Hand schwebte einen Moment über dem Besteckkasten, dann holte sie aus und verpasste mir eine schallende Ohrfeige.

Ich erstarrte zur Salzsäule, alle Blicke in der Kantine waren auf uns gerichtet.
Was zur Hölle sollte das denn jetzt?

“Ich habe keine Veranlassung mich zu schämen,” Susanne kreischte es fast, “halt bloß dein Maul, du unreifer Bengel, sonst verklage ich dich wegen übler Nachrede!”

Ich bekam einen Stoss in den Rücken und stolperte mit meinem gefüllten Tablett, aber ohne Besteck, weiter.
Hildchen hatte mich aus der Gefahrensituation katapultiert, zerrte mich am Ärmel zu einem der freien Tische und zischte “Bist du jetzt total übergeschnappt”.

“Um Himmelswillen, was läuft denn hier?” Ich war absolut perplex.

“Na was schon,” das war Klemens mit seinem ruhigen Bass, “die Tussi ist doch viel zu blöd, einen literarischen Hinweis auf deine Schüchternheit zu kapieren, die hat geglaubt…”

“Halt,” Hildchen mischte sich ein, “egal, was sie geglaubt hat, hier werden keine Gerüchte weiter getragen!”

“Also treib mal deine weibliche Solidarität nicht zu weit, Hilde”, Klemens war beleidigt, dass man ihn für tratschsüchtig hielt, “oder willste unseren Kleinen ins offene Messer rennen lassen?”

Hildchen stand auf, schnappte sich ihr Tablett und suchte sich einen freien Platz möglichst weit von uns entfernt.

Ich starrte ihr offenen Mundes hinterher und fühlte mich seltsamerweise, als hätte ich soeben eine zweite, sehr viel schmerzhaftere Ohrfeige bekommen.

Klemens klopfte mir mit dem Stiel seiner Pfeife rüde auf den Unterarm.
“Klapp die Futterluke zu, Junior, aufwachen ist angesagt, deine Ahnungslosigkeit wird langsam kriminell.”

Klemens, der Sanguiniker, wütend? Ich fasste es nicht, sein ansonsten so heiteres Temperament schien gerade auf ein Sturmtief zuzusteuern.

“Ad eins,” dozierte er und sah aus, als unterhalte er sich mit einem besonders begriffsstutzigen Pennäler ,”die Dame am Tresen gehört zur Gilde der Goldgräberinnen und wird seit langem von unserem Alten ausgehalten, und weil der alte Bock immerhin verheiratet und 30 Jahre älter ist als seine Augenblicksgespielin und der Betrieb hier auch noch seiner Frau gehört, ist sie bei deinem Spruch in Panik geraten und hat sich eingebildet, das Verhältnis fliegt auf.”

Ich war sprachlos: Susanne, meine Susanne, im Bett mit diesem fetten alten Widerling?
Mir wurde übel.

“Ad zwei,” Klemens war noch nicht am Ende, “bist du der blödeste Hurensohn, der mir je untergekommen ist! Anderer Leute Sachen zu ordnen ist zwar nicht ratsam und außerdem auch ein Sprichwort, und mit denen sind wir ja heute nicht eben erfolgreich, aber wahrscheinlich wirst du bei all deiner Dussligkeit eher in die nächste Senkgrube fallen als zu erkennen, wo dein Glück liegt, du Hammel!”

Klemens war stocksauer.

“Ich sag’s nur einmal, und wenn du danach immer noch nicht weißt, wo die Kirschen für dich blühen, dann fahr zur Hölle, du festangestellter Phrasendrescher. Hildchen und ich werden in absehbarer Zeit diesem Stall hier den Rücken kehren, und wir nehmen jeden einzelnen bisher untergepflügten Kreativspruch aus unserer Feder mit.

Du hättest der Dritte im Bunde sein sollen,” er schnaufte verächtlich, “ich wollte dich dabei haben, weil du Ideen hast, und Hildchen…” er unterbrach sich kurz, “…Hildchen würde niemals ohne dich auch nur einen glücklichen Gedanken mehr umsetzen können, begreifst du jetzt endlich, du hirnloser Neandertaler?”

Ich saß lange Zeit stumm auf meinem Stuhl, unfähig zu reagieren.
Klemens schaufelte sein Essen in sich hinein, als wolle er sich damit beruhigen.

Endlich stand ich auf und steuerte mit meinem inzwischen kalt gewordenen Fraß auf Hildchens Tisch in der Ecke zu.

“Kannst du mir mal dein Besteck leihen, Hilde, sonst sieht’s ja so aus, als kriegten Dummköpfe heute hier wirklich nichts mehr serviert…”

Ich grinste sie schief an und hatte den Eindruck, ich sah Hildchen zum ersten Mal wirklich, und was ich sah, gefiel mir.

Mai 11th, 2009 Posted in Autorentexte, Lieselore Warmeling Keine Kommentare

was zu beweisen war

Was zu beweisen war..

Das Schweigen wurde so beherrschend, dass es den ganzen Raum zu füllen schien, fast greifbar wurde.
Sie wartete, hielt kurz den Atem an, um kein Geräusch aus seiner Richtung zu überhören.
Er musste doch jetzt etwas sagen, er musste einfach.

Im Halbdunkel des Zimmers war seine massige Gestalt in dem tiefen Sessel nur schemenhaft wahrzunehmen.
Ihre Sinne waren bis zum Äußersten angespannt, und dann …..tiefe Atemzüge.

Dieses verdammte Arschloch war eingeschlafen.

Soviel also über Beziehungsarbeit.

Die Wut schlug wie eine eiskalte Woge über ihr zusammen.
Mordlust, wild und unkontrollierbar, erfasste jede Zelle ihres Körpers.
Hass, nicht nur gegen diesen Mann, sondern ebenso massiv gegen die eigene Person gerichtet, schnürte ihr buchstäblich die Kehle zu.

Wie konnte sie nur einen Moment geglaubt haben, dieses stumpfsinnige, uninteressierte ETWAS würde je begreifen, wovon sie gesprochen hatte.

Die Zeit des Redens war vorbei, es musste gehandelt werden, gleichgültig, wie sehr es ihrer aller Leben zerstören würde.

Sie würde es ihm nicht leichtmachen, er sollte zahlen.

Zahlen für 10 Jahre verzweifelter Versuche, aus diesem genussorientierten Fleischberg auch nur den Anflug eines tiefer gehenden Gefühles hervorzulocken.

Für all ihre Hoffnungen, die durch die Seichtigkeit seiner gestörten Empfindungsfähigkeit vertrocknet waren.

Zahlen für die sexistischen Machosprüche, mit denen er ihre anhaltenden Versuche, ihre Beziehung auf eine liebevolle und innige Basis zu stellen, unterlief.

Sie musste ihn in der Tiefe seiner verfetteten Krämerseele treffen, dort, wo es ihn auf eine Weise verletzen würde, die ihm die nächsten zwei Jahre zu einer einzigen Tortur werden ließen.

Leise stand sie auf, zündete sich eine Zigarette an, legte sie vorsichtig in den Aschenbecher und ging mit dem brennenden Feuerzeug hinüber zum Kaminsims.

Mit der Linken griff sie nach dem Ticket das, angelehnt an ihr Hochzeitsbild, schon seit Wochen darauf wartete, bei dem Ereignis des Jahres präsentiert zu werden.

Lächelnd hielt sie es in die Flamme, sah tief befriedigt, wie die Hitze die Ränder kräuselnd einrollten und der Aufdruck

Fussball-Endspiel - WM -

sich auflöste, bevor das Billet aschig zu Boden sank.

***
Und schon wieder war’s passiert.
Das Experiment auf die altbekannte Weise missglückt.

Es half also nichts, der junge Autor musste der Wahrheit ins schlitzohrige Gesicht sehen.

Die schmerzlichen Fakten zur Kenntnis nehmen, egal, wie sehr seine Arbeit damit endgültig in den Bereich der leichten Kost verbannt wurde.
Er war einfach unfähig, dramatische Vorgaben auszubauen und zu einem logischen Ende zu führen.

Einem Ende, das den Leser erschauern ließ, das Emotionen hervorrief, die nicht in einem belustigten Grinsen endeten.

Wie toll doch dieser gestohlene Einstieg war:

*Das Schweigen wurde so beherrschend, dass es den ganzen Raum zu füllen schien, fast greifbar wurde.*

….abgekupfert aus einem Psychothriller, schien dieser Satz jede Voraussetzung zu erfüllen, ein Drama einzuleiten das sich, im Laufe der Handlung immer mehr ansteigend, in einer zwischenmenschlichen Katastrophe entlud.

WOW, große Gefühlskiste …….

Nicht mal eine DIN A4 Seite lang hatte er den Versuch diesmal durchgehalten.
Erneut endete die Story mit einem GAG, der eine Ohrfeige für den auf Spannung getrimmten Leser sein musste.

Statt eine mordende Gattin in eine tiefenpsychologisch verzwickte Handlung zu katapultieren, hatte er mal wieder einen Schlenker
in die Groteske fabriziert, in der ein dussliger Macho seiner Einlasskarte für ein ebenso bescheuertes Fußballspiel beraubt wurde.

Der Beweis war endgültig erbracht.

Niemand schreibt je etwas, das nichts mit ihm selbst und seinem ureigensten Wesen zu tun hat.

Eine Lebensweisheit, die er schon immer erahnt, aber nie bewusst hatte akzeptieren wollen.

Mai 11th, 2009 Posted in Autorentexte, Lieselore Warmeling Keine Kommentare

schöne, neue Welt

Die Videokonferenz der potentiellen Anleger im Bereich Mechatronik und Biometrie war beendet.
Carla lehnte sich entspannt in ihren Sessel zurück, der sich sofort ihrer Sitzposition anpasste.
Ein letzter Blick auf die erlöschenden Bildschirme und sie krauste die Stirn.
War das jetzt eine optische Täuschung gewesen, oder hatte der Russe ihr tatsächlich bedeutungsvoll zugezwinkert.
Immerhin war sie das einzige weibliche Wesen auf dieser Ebene der Verhandlungen und es war kaum anzunehmen, er habe einem der beteiligten Manager ein Augenzwinkern gegönnt.

So viel sie von ihm wusste – und das war einiges  -  hatten die Medien noch nie über ihn im Zusammenhang mit  homosexuellen Neigungen berichtet.
Sie lächelte, derartige Versuche, sie per Bildübertragung anzubaggern, waren schließlich nichts Neues.
Es war wohl immer noch etwas gewöhnungsbedürftig für die Herren, auf dieser Entscheidungsebene einer Frau Mitte Dreißig  gegenüber zu sitzen, deren Kompetenz  ebenso offensichtlich war, wie die Tatsache, dass sie ihr Aussehen nicht chirurgischen Eingriffen verdankte.

Die Geschäfte liefen ausgezeichnet.
Wenn der Russe nicht nur flirten konnte, sondern auch das Potential der nun ausgereiften Kontrollmechanismen erkannte, würden demnächst die Aufträge für die biometrischen Sicherheitseinrichtungen für den gesamten Ostblock anlaufen und die Aktien der Biometrik AG einen Riesensprung machen.

Man hatte begriffen, dass es keine perfektere Methode der Absicherung gab, als die Iriserkennung.
Die Iris blieb nun mal das einzigste Merkmal des menschlichen Körpers, das sich während des ganzen Lebens nicht verändert und auch nicht durch Kontaktlinsen, Brillen oder Augenkrankheiten Erkennungsfehler auslösen konnte.

Manipulationen bei Zutrittsberechtigungen blieben absolut ausgeschlossen.

Carla war erschöpft, es war ein anstrengender Tag gewesen.
Sie würde sich eine Auszeit gönnen, den Akku aufladen,  alle Termine absagen und am Abend nur das  Verwöhnabenteuer  buchen.
Carolus war wohl zu dem Zweck der Richtige.
Sie tippte rasch ein paar Zahlen in ihr Handy, blickte zur Iriskontrolle fest in die digitale Kamera und sandte die Stichworte *Carolus, Massage, 18.30 Uhr an die Agentur.

Raschen Schrittes verließ sie ihr Büro und bestieg die Glaskabine zum Dach des Gebäudes.
Der Gleiter wartete schon.
Auch hier die übliche Iriskontrolle und die Schiebetüre zum Cockpit öffnete sich lautlos.
Müde warf sie sich in die Polster und sagte“ nach Hause“.
Der automatische Pilot startete das Gefährt vollkommen geräuschlos .
Carla griff nach einer Schalttafel auf dem Nachbarsitz und gab rasch die Anweisungen für ihre Wohnung ein.
Dann schloss sie die Augen und genoss den schwebenden Flug.
Wie vorprogrammiert, empfing ihr Heim sie mit wohliger Wärme, aromatischem Kaffeeduft,
leiser Musik und einem duftenden Abendessen .
Der Hausroboter hatte den Tisch gedeckt und ihren Hausanzug herausgelegt.

Kater Leonard, ein etwas übergewichtiger siamesischer Kater, saß abwartend auf
der Daunendecke ihres Bettes, während Carla sich wohlig unter der Lichtdusche räkelte,
Auf der gegenüber liegenden Wand liefen die Tagesnachrichten , gefolgt von den Börsenkursen ab und Carla hielt einen Moment überrascht inne.
Die Aktien der Biometrik AG  hatten bereits einen entscheidenden Sprung nach oben gemacht .
So rasch hätte sie das Ergebnis ihrer Anlegerwerbung nicht erwartet.
Besser konnte ihr Tag nicht ausklingen.

Schnell stellte sie die Dusche auf Körperpflege um und der duftende Strom einer teuren Körperlotion umgab sie sekundenlang.

Nachrichten abrufen, befahl sie und stellte sich nackt unter den Medizinroboter.
„ Es bestehen keine körperlichen Beeinträchtigungen,“ säuselte eine sanfte  Stimme,
Ihr  Halbjahres-Check-Up beim Internisten kann ausgesetzt werden.

„Carla, wann endlich erhörst du mich, soll denn eine Nacht alles sein, was du mir geben willst, lass mich doch nicht so betteln.
So hat mich ja noch nie jemand abserviert, das lasse ich mir nicht gefallen, hörst du.“
Die Stimme aus dem Nachrichtenübermittler hatte von überredendem Betteln zu tiefem Frust gewechselt und klang sogar ansatzweise  bedrohlich.

„Meine Güte Holger. Du posttraumatisches Stressflashback.
Dir sollte gelegentlich auch die Fernbedienung  einfrieren.“
Carlas ärgerliche Antwort wurde umgehend weitergeleitet.
„ Wenn du nicht willst, dass ich die Verbindung restlos abbreche, dann wartest du, bis ich dich rufe. ENDE.”

Carla beschloss, dem lästig werdenden Verehrer demnächst eine Professionelle der Agentur auf die Bude zu schicken und ihn dabei in flagranti zu ertappen, das würde seine Idee, sie für sich zu gewinnen, etwas plötzlich ad absurdum führen.

Sie zauberte durch Knopfdruck ringsum auf die Wände des riesigen Wohnraumes die identisch wirkenden Bilder einiger Meister der Renaissance und empfing Callboy Carolus nackt, in stimmungsvollem Halbdunkel.
Er hatte gerade begonnen, sie höchst einfühlsam zu massieren, als die Videoübertragungswand sich meldete.
„Muss ein Freund sein“, murmelte sie schläfrig, “sonst hat niemand diese Geheimnummer, BILD zulassen,“ murmelte sie und blinzelte .

„Guten Abend Schönste“, die dunkle Stimme und das Piratengesicht auf dem Bildschirm ließen Carla jäh empor schnellen.
Dimitri Rogoff, der Russe !

Sie bedeckte ihre Blöße nicht, sollte er doch einige Sekunden sehen, wozu er sich so hinterlistig Zugang verschafft hatte, es konnte nicht schaden, ihn nach etwas gieren zu sehen, das er nie bekommen würde.

Lässig hob sie den Arm und schaltete die eigene Bildübertragung aus.
„ Was wollen Sie, diese Nummer sollte Ihnen eigentlich nicht zugänglich sein.“

„ Diese Nummer musste mir zugänglich sein, denn ich habe Ihnen etwas Revolutionäres anzubieten.“

Carla reagierte sofort.
„ Schluss Carolus, kommen Sie morgen um die gleiche Zeit“.
Sie wartete, bis sich die Tür hinter dem jungen Mann geschlossen hatte und    schaltete dann die Bildübertragung wieder ein.

„Nein, nicht,“ Rogoff  sprach schnell, als wolle er sie hindern, allzu lange nachzudenken, „kein Bademantel, legen Sie sich wieder hin, sofort.
Ich verspreche Ihnen die Sensation des 21. Jahrhunderts  und Sie werden das Produkt mit Biometrik AG in Serie herstellen.“

Carla lehnte sich ungläubig zurück und bot ihm die volle Ansicht auf ihren Körper, das Bein aufreizend angehoben, schien sie Gefallen an dem Spiel zu finden.

Im gleichen Moment schrie sie überrascht auf.
Eine Gefühlswelle überrollte sie, ausgelöst von etwas, das sich völlig ihrer Kontrolle entzog.
Es war fantastisch, unzählige Hände schienen sich auf sie konzentriert zu haben und jede ihrer erogenen Zonen mit absoluter Sicherheit zu erkennen und zu stimulieren.

“Nein, nein,”  sie sprang auf und unterbrach die Bild-Verbindung.
„ Ich bin nicht bereit”,  keuchte sie.
“Was ist das, wie können Sie es wagen, mich virtuell zu vergewaltigen, verdammter Schweinehund.“

Ehe sie auch die Sprechverbindung kappen konnte, sagte er gelassen:
„ Jetzt kennen sie die neuste Erfindung auf dem Biometrik-Sektor und können entscheiden, ob Sie einsteigen wollen.
Ihnen muss ich doch wohl nichts über die zu erwartende Ertragsspanne erzählen.
Eine Vorinformation noch, diesmal waren Sie die Testperson und deshalb sollten Sie wissen, dass der Sender bestimmt, welcher Art die Gefühle sind, die er auslösen will.
Ich bestimmte also in diesem Fall, was mit Ihnen zu geschehen hatte.
Aber das Gerät ist nach entsprechender Weiterentwicklung in der Lage, jede Gefühlssituation beim Empfänger auszulösen.
Absolut jede und ich hoffe, sie erkennen die Möglichkeiten, die uns hier geboten werden.”

Die Verbindung brach ab.

Carla lächelte, Dimitri Rogoff würde sich schon sehr beeilen müssen, den Run um die Serienproduktion noch für sich zu entscheiden.
Der Emotionsdetektor war bei der Biometrik bereits in Serie gegangen und würde schon in der kommenden Woche den Markt überschwemmen.
Allerdings hatte ihre Experten bisher den Bereich sexuelle Stimulation nicht als förderungswürdig einbezogen, das würde sich jetzt schnell ändern.

Es würde für die Biometrik AG lediglich eine geringfügige Modifizierung bedeuten.
Die termingerechte Einführung des Emotionscontrollers war ungefährdet.

Der Russe würde zufrieden damit sein müssen, dem Team Biometrik bei der Vermarktung im Ostblock behilflich zu sein und nie erfahren,
dass die wirklich wichtigen Emotionsauslöser bereits vom westlichen Geheimdienst eingekauft waren.

Carla kraulte zufrieden das Fell des Katers und flüsterte:
” Er wird lernen müssen, wer hier dominiert, nicht wahr Katerchen.
Das Produkt haben wir schon und diesen Mann werden wir uns auch nicht entgehen lassen.”

Mai 11th, 2009 Posted in Autorentexte, Lieselore Warmeling Keine Kommentare